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Netzwerken leicht(er) gemacht – mit Praxistipps

Eigentlich hast Du zum Jahreswechsel mehr als genug zu tun. Pläne schmieden, Ziele setzen – das nächste Jahr soll schliesslich ein Erfolg werden. Und die Weihnachtsvorbereitungen privat darfst Du ja auch nicht vergessen. Gerade jetzt wird Deine knappe Zeit also noch knapper und gerade jetzt bieten sich die besten Gelegenheiten zum Netzwerken oder wie es auf Neudeutsch so schön heisst: „Networking“… Neujahrsapéros, Preisverleihungen, Konferenzen – die Wahl ist schier endlos. Und das Networking zu solchen Gelegenheiten ist wichtig.

Grundregeln des Networking

Aber wie holst Du nun das Beste aus diesen Gelegenheiten? Und welche Grundregeln solltest Du beachten?

Dazu gibt es scheinbar ebenso viele verschiedene Antworten wie Sand am Meer. Vor allem, wenn Dir das Ganze nicht liegt, und wenn es Dir deshalb schwer fällt, sind Grundregeln wichtig. Hier sind drei Grundsätze, die Dir helfen sollen, das beste aus dem Networking zu machen:

  1. Networking ist keine Selbstsucht

Auch wenn das Networking letztendlich zu Deinem Vorteil wirken soll, denk nicht dass es eine selbstsüchtige Aktivität ist, bei der Du Dich verkaufst. Denk am besten gar nicht daran, welche beruflichen Vorteile das Networking bringen kann. Betrachte es stattdessen als einen Versuch Branchenfreunde zu gewinnen und freundschaftliche, kooperative Beziehungen aufzubauen.

Behandle deshalb die Leute, die Du beim Networking triffst einfach nur – menschlich. Zeige Interesse an der ganzen Person, beruflich wie privat. Hör zu, frag nach und finde heraus, wie Du dem anderen helfen kannst. Öffne Dich auch ein wenig selbst. Das macht Nachfolgetreffen viel wahrscheinlicher.

  1. Du bist es wert

Du bringst etwas Wertvolles mit an den Tisch: Dein Können, Deine Fertig- und Fähigkeiten, Deine Menschenkenntnis, Dein Expertenwissen oder Deine langjährige Erfahrung. Deine Strategien in der Krisenbewältigung oder der Kundengewinnung. Was auch immer es ist, Du bist es wert, dass andere Dich beim Networking kennenlernen.

Denke deshalb schon vor dem Networking daran, was Du beitragen kannst. Was underscheidet Dich von anderen? Welcher Aspekt ist für Deinen jeweiligen Gesprächspartner wichtig? Zeig Dich nicht übermässig beeindruckt von beeindruckenden Leuten – Du bist schliesslich nicht als Fan da, sondern als potentieller Branchenfreund, aber ignoriere Berufsanfänger nicht – auch Du brauchtest am Anfang guten Rat.

  1. Auch Dein Networking bedarf einer klaren Vision

Gerade weil Deine Zeit wertvoll ist, ist es wichtig, dass Du ein Networking Event nicht nur taktisch in den Angriff nimmst. Du brauchst unbedingt eine strategische Vision. Was soll Dir das Networking bringen? Warum gehst Du zu dieser Veranstaltung? Du solltest nicht blind darauf los arbeiten, sondern ein konkretes Ziel haben. Bessere Kunden gewinnen? Einen neuen Geschäftspartner finden? In eine komplett neue Branche vorstossen?

Also, auch wenn es beim Networking nicht allein um Dich geht, solltest Du immer vor Augen haben, welche Unternehmerziele Du verfolgst, wenn Du auf einem bestimmten Networking bist. Natürlich planst Du Dein Vorgehen schon im Voraus und Eisbrecherfragen legst du Dir auch zurecht. Aber es ist eben wichtig, ein Ergebnis vor Auge zu haben, zu dem ein erfolgreiches Networking beiträgt.

Eisbrecherfragen

Zum Einstieg

Standortfragen – wenn Du Dich vorher kundig machst, über Stadt oder Veranstaltungsort, dann kannst Du Deine Eisbrecherfragen auch darauf beziehen.

Verpflegungsfragen – gemeinsam Schlange stehen oder zum Essen hinsetzen, beides sind gute Gelegenheiten zum Networking. Mache Bemerkungen über die Vielseitigkeit des Buffets oder die Länge der Schlange, benutze das Menü als Einstiegselement. Die Frage nach dem Lieblingsessen zum Beispiel zeugt Interesse am Gegenüber, und das ist immer ein guter Anfang.

3 Einstiegsfragen

– Wie geht’s?

– Was bringt Dich hierher?

– Was hat Dich dazu motiviert, heute hierherzukommen?

5 tiefergehende Fragen, die Dich aus dem Smalltalk-Modus herausbringen

– Was war in diesem Geschäftsjahr Deine grösste Herausforderung?

– Welche eine Sache, die Du im nächsten Jahr planst, findest Du am spannendsten?

– Was ist der beste Ratschlag, den Du je erhalten hast?

– Was ist der schlimmste Job, den Du je hattest?

– Warum machst Du eigentlich beruflich das, was Du machst?

Tipp: So wechselst Du den Gesprächspartner oder das Thema ohne aufzufallen

Miriam, es war mir eine Freude Sie kennenzulernen. Ich möchte mir noch … näher ansehen. Also wenn wir uns nicht nachher nochmal über den Weg laufen, dann sehen wir uns ja hoffentlich auf der nächsten Veranstaltung.

Oder

Stefan, es war sehr nett Dich zu treffen, aber ich muss noch ein paar andere Leute begrüssen. Ich hoffe, Du hast noch einen tollen Abend.

Das Thema kannst Du wechseln, indem Du Deinem Gegenüber ein Kompliment machst, Dich auf den Moment konzentrierst und eine Gegebenheit im Raum kommentierst, jemanden in Deinem Umkreis in das Gespräch miteinbeziehst, ein komplett neues Thema erwähnst, oder auf ein früheres Thema zurückkommst.

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Beitrag von Marcel Burkart Inhaber und Geschäftsführer der Wyrsch Unternehmerschule AG